Sonntag, 13. September 2015

Suspensions-Urin


Wir sind Aufsteiger. Nicht nur haben wir es zum Surfen viel näher an den Äquator geschafft. Wir wohnen auch extrem komfortabel in einem Haus mit Pool, Schaukel und Meerblick. Zum Surfen geht’s mit dem Auto, sodass wir noch nicht einmal den sonst üblichen beschwerlichen Fußmarsch entlang des Strandes mit Surfbrett antreten müssen.

Beim Schreiben dieser Zeilen sitze ich in der teneriffanesischen Sonne auf der Veranda unseres Hauses. Wir haben gefühlt 35 Grad und ich genieße ein kühles Bier. Und ja diese Zeilen sollen einen nicht zu kleinen Neid erregen und Lust auf Urlaub machen.

 
 
 
 
Aber von Anfang an: Flori, Schnei, Raimund und Frank haben sich im Frühling darauf geeinigt, dass uns das Surffieber wieder packen sollte. Gesagt, gebucht, ging es gestern mit dem Flieger von Berlin nach Teneriffa Süd, Flori stieß von London zu uns. Wir waren ganz froh dass wir uns nach 6h sitzen im Flieger mal wieder bewegen konnten, aber sogleich umschloss uns die Hitze wie ein feuchtwarmer Bademantel. Ein bis viele abendliche Mini-Market-Biere schlossen den Ankunftstag ab. Unser Gaumen lässt sich hier von Dorada Bier, gebraut auf Teneriffa verwöhnen. Am heutigen ersten Surftag lernten wir die glitschigen Steinstrände lieben. Die Wellen waren klein, da Flut, aber wir hatten mehr als genug zu tun unserer Surfinstruktine Lia Folge zu leisten, die uns mit militärischem Drill in eine lateralsymmetrische Position mit Blick zu den Wellen zwingt. Nach dem Surfen gings direkt zum Supermarkt für die Abendversorgung und seitdem drängt uns der Tagesplan den spanischen Lebensstil auf. Wir siestan bis halb sechs um dann bei Ebbe noch einmal zu surfen.

Wir verbleiben mit der allseits beliebten Pandafaust, die die weltgrößte Fliegenklatsche umschließt.

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