Mittwoch, 16. September 2015

Infinite Flipcup


Es war einmal ein Rudel kleiner Bären, die lebten friedlich auf dem Festland. Niemand nahm Notiz von ihrem pelzigen Dasein bis sie ihre Sachen packten und auf eine Insel ruderten. Dort trafen sie den Meister Lampe, der ihnen einen ganzen Abend lang den Umgang mit Marmelade erklärte. So lernten sie, dass ein marmeladiger Mund Wespen anlockt. Seitdem achten sie darauf, sich immer ihre Mundhaare ordentlich zu waschen. Eines Abends stellte man ihnen einen großen Honigtopf zur Verfügung. Da die Bären nicht gelernt hatten zu wirtschaften, spielten sie ausgiebig mit dem Honigtopf bis er komplett leer war. Dabei halfen ihnen auch ein paar andere Kumpanen aus dem Tierreich von den verschiedensten Kontinenten, obwohl Honig garnicht ihr Lieblingsnahrungsmittel ist. Aber Freunden im Überfluss hilft man gern. Dabei glitt Paolo dem Pfau eine kleine Cashewnuss, ungesalzen und ungeröstet, aus dem Federkleid, und fiel direkt auf den vor ihm stehenden Napf. Die frei werdenden Kräfte liesen den Napf in tausend Stücke zerspringen, sodass er unwiederbringlich verloren war. Daraus lernten die Bären, dass Cashewnüsse und Paolo nicht zusammen an einem Tisch sein sollten. Als der große Honigtopf am Abend alle war, konnten es die Bären nicht glaubten, da sie ich im Überfluss wähnten. Abhilfe konnte sie sich nur schaffen indem sie ein paar nahegelegenen Bienennester kurz vor Zur-Bett-Geh-Zeit ausraubten. Und schon konnte das Honigfestmahl bis tief in die Nacht fortgesetzt werden. Am nächsten Morgen hatten die Bären alle Bauchgrummeln und der Bär mit dem vollsten Barthaar wollte sein Bett nicht verlassen. Deswegen bestand das Rudel zum Spielen nur noch aus wenigen Bären. Diese gingen zum Strand und fanden eine spiegelglatte See vor, sodass sie geknickt und mit hängenden Mundwinkeln zurück in ihre Höhle liefen. Die Moral der Geschicht‘: Honig mit Freunden zaubert ein Lächeln in jedes Gesicht, übertreibt man jedoch, hat am nächsten Morgen ein jeder im Bauch ein großes Loch. Das ist alles halb so wild, zeichnet die See ein ruhiges Bild.
 
 
 
Ein  kleiner  visueller  Nachtrag  zum Montag:
   

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