Es war einmal ein Rudel kleiner Bären, die lebten friedlich
auf dem Festland. Niemand nahm Notiz von ihrem pelzigen Dasein bis sie ihre
Sachen packten und auf eine Insel ruderten. Dort trafen sie den Meister Lampe,
der ihnen einen ganzen Abend lang den Umgang mit Marmelade erklärte. So lernten
sie, dass ein marmeladiger Mund Wespen anlockt. Seitdem achten sie darauf, sich
immer ihre Mundhaare ordentlich zu waschen. Eines Abends stellte man ihnen
einen großen Honigtopf zur Verfügung. Da die Bären nicht gelernt hatten zu
wirtschaften, spielten sie ausgiebig mit dem Honigtopf bis er komplett leer
war. Dabei halfen ihnen auch ein paar andere Kumpanen aus dem Tierreich von den
verschiedensten Kontinenten, obwohl Honig garnicht ihr Lieblingsnahrungsmittel
ist. Aber Freunden im Überfluss hilft man gern. Dabei glitt Paolo dem Pfau eine
kleine Cashewnuss, ungesalzen und ungeröstet, aus dem Federkleid, und fiel
direkt auf den vor ihm stehenden Napf. Die frei werdenden Kräfte liesen den
Napf in tausend Stücke zerspringen, sodass er unwiederbringlich verloren war.
Daraus lernten die Bären, dass Cashewnüsse und Paolo nicht zusammen an einem
Tisch sein sollten. Als der große Honigtopf am Abend alle war, konnten es die
Bären nicht glaubten, da sie ich im Überfluss wähnten. Abhilfe konnte sie sich
nur schaffen indem sie ein paar nahegelegenen Bienennester kurz vor
Zur-Bett-Geh-Zeit ausraubten. Und schon konnte das Honigfestmahl bis tief in
die Nacht fortgesetzt werden. Am nächsten Morgen hatten die Bären alle
Bauchgrummeln und der Bär mit dem vollsten Barthaar wollte sein Bett nicht
verlassen. Deswegen bestand das Rudel zum Spielen nur noch aus wenigen Bären.
Diese gingen zum Strand und fanden eine spiegelglatte See vor, sodass sie
geknickt und mit hängenden Mundwinkeln zurück in ihre Höhle liefen. Die Moral
der Geschicht‘: Honig mit Freunden zaubert ein Lächeln in jedes Gesicht,
übertreibt man jedoch, hat am nächsten Morgen ein jeder im Bauch ein großes
Loch. Das ist alles halb so wild, zeichnet die See ein ruhiges Bild.
Ein kleiner visueller Nachtrag zum Montag:





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen